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Inselhopping zwischen Familienspaß und Einsamkeit
An den Küsten Istriens und Dalmatiens ist vieles anders, als man denkt


 
 
  Pack’ die Badehose aus, lass’ die Hüllen ganz zu Haus“ – wenn es diesen Schlager über die kroatischen Inseln an der Küste Istriens und Dalmatiens noch nicht gibt, müsste man ihn erfinden. Denn an überraschend vielen Stränden und Felsen springen hier die Menschen so ins glasklare Wasser, wie Gott sie erschaffen hat. Weil es die anderen tun – Kroatien gilt als europäischer Vorreiter im FKK-Tourismus –, oder weil einfach kein anderer Mensch weit und breit zu sehen ist, der an Gottes Werk Anstoß nehmen könnte.
Erstes gilt sicher für die vier „großen“ Inseln Krk, Cres, Rab und Losinj östlich der Halbinsel Istriens in der Kvarner Bucht. Hierher reisen im Sommer schon wieder fast so viele Touristen wie vor dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien, durch den zwischen 1991 und 1996 viele Ferienorte an Kroatiens Küste vorübergehend verwaist waren. Einsame Strände und menschenleere Buchten sind seit dem jüngsten Touristenandrang auf diesen Inseln eher selten. Dafür gibt es aber viele romantische Häfen, Dörfer und Kleinstädte, ein sauberes, tiefblaues Meer und preisgünstige Unterkünfte. Kroatien ist ein Urlaubsland, das auch der Familie mit drei Kindern nicht den letzten Notgroschen aus der Tasche zieht.

Ein Hauch von sozialistischem Charme

Schnorcheln, Surfen, Inselhopping per Fähre oder Segelyacht – langweilig wird es hier nie, egal ob mit oder ohne Badehose. Denn wer möchte, kann auch aus dem kristallklaren Wasser auftauchen und die Spuren der vielen verschiedenen Kulturen suchen, die der Küste ihren Stempel aufgesetzt haben: Griechen und Römer, Osmanen und Venezianer, Österreicher und Ungarn. Die Überbleibsel der zuletzt vergangenen „Epoche“, Kroatiens Geschichte als Teil des sozialistischen Vielvölkerstaates Jugoslawien, haben sich in ausgesuchten Nischen erhalten: Ehemalige „Interhotels“, die sich ihren miefigen braun-orangen Charme aus den Zeiten erhalten haben, als Kellner ihre Gäste wie unverschämte Eindringlinge behandelten und die Frühstückseier weich gekocht servierten, weil sie hart bestellt waren.

Reif für die Insel der Inseln

Die für Mittelmehrvölker ungewohnt zurückhaltende Art der Kroaten ist an jedem Ort unterschiedlich stark ausgeprägt. Doch kaum ein Volk wirkt so schweigsam und stoisch wie die Bewohner der dalmatinischen Insel Vis. Anders als ihre großen Schwestern Brac, Hvar und Korcula liegt Vis weit draußen vor der Küste und diente vor der Unabhängigkeit Kroatiens über 40 Jahre lang als geheimer Militärstützpunkt. Bis 1990 hatten Fremde keinen Zutritt zu der Insel. Die neue Spezi „Tourist“ hat Vis erst vor wenigen Jahren entdeckt.
Wenn die Fähre nach über zweistündiger Fahrt am Hafen der Insel anlegt, ist es deshalb wie ein Schritt in eine vergangene Welt: In dem alten Fischerdorf kauern gedrungene Steinhäuser, deren dicke Mauern schon über Jahrhunderte den legendären Winterstürmen getrotzt haben. Und in ihren Hauskellern keltern die Einwohner Wein, den sie auf den zahlreichen Weinbergen der Insel gepflückt haben – wie vor 100 Jahren.
Nur 15 Minuten Gehweg vom Dorf entfernt ragen die wohl schönsten Badefelsen Kroatiens aus dem Wasser hervor, das wegen der Entfernung zur Küste noch sauberer ist als auf allen anderen Inseln. Und nirgends ist die Körperkultur freier als hier – nicht weil FKK drübersteht, sondern weil sonst weit und breit niemand zusieht. Außer vielleicht einige Fischer aus Vis, die in weiter Entfernung vorbeituckern. Doch die reagieren nicht anders als sonst auch: Friedlich schweigend.

gundula stoll/move

 
 
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Das sagen andere reisen.at Benutzer:

Der Beitrag ist nett aber oberflächlich. So wird eine der größten und zumindest die längste Insel der Adria bei der Aufzählung der "4 Großen"schlicht unterschlagen. Die Insel Pag erstreckt sich auf über 60 Kilometern quer durch die Adria und ist zu einem wahren Touristenmagnet geworden.

Auch sind die Kroaten kein Mittelmehrvolk sondern ein Mittelmeervolk.
Frank Henning

Am schönsten ist Jelsa auf der insel Hvar. super schöne strände und buchten, viel ruhe, nette bars und restaurants und das hotel mina ist ausgezeichnet.
» Elke Meier


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reisen.at Code: M-10155 / 9353 Impressionen, zuletzt am Donnerstag, 09. September 2010

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